Krähenjagd & Vorträge
Effektive Krähenbejagung – erklärt von einem, der sie seit Jahren betreibt.
Tarnung ist alles
Der allerwichtigste Punkt bei der Krähenjagd ist die Tarnung! Ohne Tarnung hat die Jagd auf die schwarzen Gesellen keinen Sinn.
Rabenkrähen sind schlau, vorsichtig und lernen schnell. Eine Bewegung zu viel, ein glänzendes Gesicht oder ein schlecht gebauter Stand, und der Schwarm dreht ab. Wer sie erfolgreich bejagen will, braucht deshalb mehr als ein gutes Gewehr: ein durchdachtes Lockbild, perfekte Tarnung und Geduld.
Bewährt hat sich ein Tarnstand für zwei Personen, rund 2 Meter lang und 1 Meter breit, dazu Tarnnetz, Tarnhandschuhe und Gesichtsmaske.
Wie können wir Krähen bejagen?
- Mit der KugelGezielter Einzelabschuss mit der Büchse.
- Mit FallenKrähenfang in verschiedenen Fallen.
- Mit dem LockbildLockjagd mit feindlichem oder freundlichem Lockbild.
- GemeinsamHegering-übergreifende Krähenbejagung und Bezirkskrähentag mit anschließender Streckenlegung.
Warum ist die Krähenjagd wichtig?
Krähen gehören zu unserer Natur – sie haben aber kaum natürliche Feinde, sind äußerst anpassungsfähig und finden in der heutigen Kulturlandschaft reichlich Nahrung. Wo sie nicht bejagt werden, wachsen die Bestände stark an. Eine maßvolle, waidgerechte Bejagung sorgt für ein Gleichgewicht im Revier.
- Schutz von Niederwild und Bodenbrütern: Krähen plündern gezielt Gelege und erbeuten Jungtiere – von Fasan und Rebhuhn über Kiebitz und Lerche bis zum jungen Feldhasen.
- Schutz der Singvögel: Auch Nester von Singvögeln in Hecken und Gärten werden systematisch abgesucht.
- Weniger Schäden in der Landwirtschaft: Frisch gesäter Mais, keimendes Getreide, Obst und aufgepickte Silageballen verursachen jedes Jahr spürbare Ausfälle.
- Gemeinsame Verantwortung: Krähen kennen keine Reviergrenzen. Am meisten bringt eine abgestimmte Bejagung über mehrere Reviere und Hegeringe hinweg.
Zwei Lockbilder, zwei Strategien
Bei der Lockjagd unterscheiden wir zwei Lockbilder. Beide haben ihre Stärken – welches passt, hängt von Revier, Jahreszeit und Verhalten der Krähen ab.
Das freundliche Lockbild
Lockkrähen am Boden täuschen pickende Artgenossen vor: Hier gibt es etwas zu holen.
- Krähen streichen vertraut an
- Fallen zum Teil sogar ein
- Nicht so hoch zu schießen
- Gute Arbeit für einen Hund
Das feindliche Lockbild
Ein Feind am Platz – Uhu, Fuchs oder Bussard –, den die Krähen vertreiben wollen. Etwa ein Plastik-Uhu, mit echten Federn beklebt.
- Wenig Arbeitsaufwand beim Aufstellen
- Greift nicht nur Krähen an
- Krähen sind sehr abgelenkt
Die besten Zeitpunkte
Neben der richtigen Standortwahl entscheidet der Zeitpunkt über den Erfolg. Aus Christians Erfahrung:
- MorgensEtwa 15 Minuten vor dem Hellwerden.
- UntertagsEher nur bei bewölktem Wetter.
- Bei NebelHat sich sehr gut bewährt.
- AbendsWenn man weiß, wo die Schlafbäume sind.
- März, AprilSehr gute Monate – die Krähen sind paarweise unterwegs.
- SommerSehr guter Erfolg, wenn der Mais steht: 3–4 Reihen (Sichtfeld).
Ausrüstung
- Waffe & MunitionSelbstladeflinte, Schrotpatronen 32–36 g ab 3,3 mm aufwärts, Gehörschutz
- TarnungTarnnetz, Tarnhandschuhe, Gesichtsmasken
- LockbildPlastik- bzw. beflockte Lockkrähen, pickende Krähen, Uhu, Fuchs, Bussard
- LockerVerschiedene Krähenlocker
- SonstigesTransportsäcke, Sitzgelegenheit, Jagdhund
Vieles davon gibt es bei uns im Handel.
Strecken aus der Praxis
Werden die wesentlichen Punkte eingehalten, sind Strecken von 2 bis 47 Krähen möglich.
Vorträge
„Effektive Krähenbejagung“ – für Hegeringe, Jagdgesellschaften, Bezirksjägertage und Messen. Christian kommt gerne zu Ihnen.
Inhalte
- Methoden der Krähenbejagung
- Freundliches und feindliches Lockbild
- Tarnstände und Standortwahl
- Ausrüstung und Munition
- Die besten Zeitpunkte
- Streckenfotos und Videos aus der Praxis
- Fragerunde zur Krähenjagd
Dauer: ca. 90 Minuten
Kosten: auf Anfrage
Praxiskurse
Wer das Gehörte gleich draußen umsetzen möchte: Praxiskurse mit gemeinsamem Ansitz gibt es gerne auf Anfrage.
Anfragen gerne telefonisch unter 0664 3701369.
